Verein für europäische Binnenschifffahrt und Wasserstraßen e.V.

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Pressemitteilung zum VBW-Bankett am 19.11.2018

Die Pressemitteilung können Sie hier auch als PDF-Datei herunterladen

 Land NRW misst dem System Schiff/Wasserstraße/Häfen eine tragende Rolle bei der ökologischen Verkehrswende zu

NRW-Umweltministerin will Binnenschiffsunternehmen bei der ökologischen Modernisierung der Flotte unterstützen

Auch in seiner 6. Auflage bot das jährlich zu seiner Mitgliederversammlung durchgeführte Bankett des Vereins für europäische Binnenschifffahrt und Wasserstraßen e.V. ein buntes „Who is Who“ aus der Schifffahrt und Logistikwirtschaft, Häfen, Industrieunternehmen und Verwaltung. Ursula Heinen-Esser, die Umweltministerin des Landes Nordrhein-Westfalen stellte in ihrer Rede vor, welche umweltpolitischen Akzente die Landesregierung für die Binnenschifffahrt und das System Wasserstraße setzen will.

In ihrem Vortrag bekannte sich die Ministerin zum System Schiff/Wasserstraße/Häfen und bekräftigte dessen tragende Rolle bei einer klimagerechten Ausrichtung der Verkehrspolitik:

„Im Koalitionsvertrag haben wir festgelegt, die Binnenschifffahrt insgesamt zu stärken. Deshalb setzen wir uns für eine schnellere Sanierung der Schleusenbauwerke und eine Anhebung der Brücken ein. Unser Ziel ist es, die Abladeoptimierung des Rheins im Einklang mit den Zielen der europäischen Wasserrahmenrichtlinie voranzutreiben.“, erklärte Heinen-Esser

Gleichzeitig forderte die Umweltministerin ein stärkeres Engagement der Binnenschifffahrtsunternehmen, um schiffsbezogene Emissionen zu reduzieren. „In NRW muss ein leistungsfähiges, aber auch umweltgerechtes Verkehrssystem entstehen. Wir brauchen eine ökologische Verkehrswende. Darum müssen die Anstrengungen zur Verlagerung des Gütertransports auf das Schiff deutlich verstärkt werden. Es gilt dabei, den Emissionsbeitrag der Binnenschiffe trotz einer erwarteten Zunahme der Transportleistungen weiter zu senken.“ Gleichzeitig bot Frau Heinen-Esser an, Binnenschifffahrts-unternehmen durch eine komplementäre Landesförderung bei der Um- und Nachrüstung unterstützen zu wollen und kündigte auch nicht-investive Anreize für Emissionseinsparungen an. Sie appellierte an die Unternehmen und Verbände konstruktiv an diesen Vorschlägen mitzuwirken.

VBW-Präsidentin Patricia Erb-Korn verwies auf die Erfolge, die der Sektor beim Thema Emissionsreduktion erreicht hat und die Innovationskraft der Unternehmen: „Der Binnenschifffahrt ist es gelungen, ihre NOx-Emissionen seit 1970 um 40% zu reduzieren, die Partikelemissionen der Binnenschifffahrt sanken in diesem Zeitraum sogar um 80%. 

Dabei hat die Binnenschifffahrt als einziger Verkehrsträger ihren Gesamtverbrauch gesenkt bei gleichzeitiger Erhöhung der Tragfähigkeit. Deshalb verweigert sich der Sektor einer sachorientierten Diskussion über Möglichkeiten zur Steigerung der Umwelteffizienz des Verkehrsträgers nicht. Viele der Schifffahrtsbetriebe in unserer Mitgliedschaft sind sehr stark engagiert, wenn es um die Entwicklung und Erprobung neuer Technologien geht und wenden dafür große eigene Finanzmittel auf.“

Aus diesem Grund nannte Erb-Korn den VBW und sein Expertennetzwerk als kompetenten Dialogpartner für die seitens der Ministerin angestoßenen Themen: „Der VBW hat gemeinsam mit seinen Partnerverbänden, BdS, BÖB und VSM umfangreiche Handlungsempfehlungen zur Attraktivitätssteigerung des Bundesförderprogramms „Nachhaltige Modernisierung von Binnenschiffen“ vorgelegt. Mit dem VSM wurde ein gemeinsamer Vorschlag für eine Gesamtstrategie zur Förderung der Flottenerneuerung, der Umweltteffizenz und neuer Technologien in der Binnenschifffahrt, kurz FLUENT erarbeitet, die Gegenstand der Diskussionen im Masterplanprozesses sind. Ich sehe den heutigen Termin daher als Beginn eines Prozesses, in dem der VBW gerne aktiv mitwirken wird.“

Denn auch das Land könne viel tun; als Handlungsfelder nannte die VBW-Präsidentin die Modernisierung kommunaler und landeseigener Schiffe, die Förderung von Landstromeinrichtungen in den Häfen und Kommunen, sowie Finanzierungshilfen durch öffentliche Banken und die Bestandssicherung und der Ausbau von Liegeplätzen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Pressefoto: VBW-Präsidentin Patricia Erb-Korn, Ministerin Ursula Heinen-Esser und VBW-Geschäftsführer Marcel Lohbeck

 

Pressemitteilung zur Mitgliederversammlung am 19.11.2018

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Patricia Erb-Korn zur VBW-Präsidentin gewählt

Die 52 jährige Juristin und Chefin des Karlsruher Hafens übernimmt ab sofort die Präsidentschaft und ist somit die erste Frau an der Spitze des über 140 Jahre alten, traditionsreichen Vereins

Patricia Erb-Korn folgt auf Heinz-Josef Joeris, der diesmal nur als Stellvertreter der Präsidentin kandidierte. „Eine Organisation wie der VBW lebt von regelmäßiger Erneuerung und frischen Ideen. Wir haben mit der letzten Mitgliederversammlung einen Personalwechsel im Präsidium eingeleitet. Ich halte es daher für den richtigen Zeitpunkt, um das Amt in neue Hände zu geben. Patricia Erb-Korn ist seit 6 Jahren im Präsidium und kennt den Verein und seine Mitglieder sehr gut. Ich habe vollstes Vertrauen, dass sie die hervorragende Arbeit, die durch die Experten im VBW in den vergangenen Jahren geleistet worden ist, weiter vorantreiben wird und den VBW im Sinne eines branchenunabhängigen, international aufgestellten fachwissenschaftlichen Beraters für Wirtschaft, Politik und Verwaltung weiter entwickeln wird“, so Joeris.

Als weiterer direkter Stellvertreter der Präsidentin wurde Volker Seefeldt, HTAG, Duisburg gewählt. 

Wiedergewählt wurden die Vizepräsidenten Niels A. Anspach, BP Europa SE, Bochum, Erik L. Schultz, BLN Koninklijke Schuttevaer und Nancy Scheijven, Rijkswaterstaat, Utrecht. Erstmals zum VBW-Vizepräsidenten gewählt wurde Thomas Gross, Hülskens Wasserbau GmbH & Co. KG, Wesel. 

Turnusmäßig wurde auch der Beirat des VBW neu gewählt. Dem Beirat gehören in der Amtsperiode von 2018-2021 an:  Andreas Dicke, BAVARIA Schiffahrts- und Speditions-AG, Aschaffenburg, Dr. Arndt Glowacki, EVONIK Technology & Infrastructure GmbH, Marl, Kevin Gründer, neska INTERMODAL GmbH, Duisburg, Dr. Rupert Henn, DST e.V., Duisburg, Dr. Dieter Lindenblatt, Port of Antwerp, Markus Nölke, SPC, Bonn, Per Nyström, Haeger und Schmidt Logistics GmbH, Duisburg, Prof. Dr. Andreas Schmidt, Bundesanstalt für Wasserbau, Karlsruhe, Joachim Schürings, thyssenkrupp Steel Europe AG, Duisburg, sowie Roberto Spranzi, DTG eG, Duisburg.

In seiner Bilanz dankte Herr Präsident Joeris den Ehrenamtlichen in den Gremien und Fachausschüssen, die durch die Beteiligung des VBW am Masterplan Binnenschifffahrt in diesem Jahr besonders gefordert wurden. Der VBW hat Konzeptentwürfe und Handlungsempfehlungen zu zentralen Themen, wie Infrastrukturbeschleunigung, der Steigerung der Umwelteffizienz des Verkehrsträgers und zur Digitalisierung von Binnenwasserstraßen und Häfen eingebracht, die aktuell Gegenstand der Diskussionen im Masterplanprozess sind.

Gruppenfoto: VBW-Präsidium 2018 (v.l.n.r. Nancy Scheijven, Erik L. Schultz, Heinz-Josef Joeris, Patricia Erb-Korn, Volker Seefeldt, Niels A. Anspach, Thomas Groß  und Beiratsvorsitzender Michael Heinz)

VBW-Präsidentin Patricia Erb-Korn

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