Verein für europäische Binnenschifffahrt und Wasserstraßen e.V.

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VBW-Mitgliederversammlung 2013: Ergebnisse der Nachwahlen zu den Gremien und neue Vereinsmitglieder

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Am Freitag, dem 15.11.2013 fand die 37. Mitgliederversammlung des Vereins für europäische Binnenschiffahrt und Wasserstraßen e.V. am Vereinssitz in Duisburg statt.

Wichtiger Punkt waren die Nach- und Hinzuwahlen zum Präsidium und zum Beirat des Vereins.

Neu in das Präsidium des VBW gewählt wurden Jörg Becker (links im Bild), Supply Operations Manager FVC Rhine bei der BP Europa SE in Bochum, der zukünftig die Industrie im höchsten Gremium des Vereins vertreten wird.

Ebenfalls neu im Präsidium ist Pieter Janssen (rechts im Bild), Direktor für Schiffsverkehrs- und Wassermanagement bei Rijkswaterstaat in Rotterdam. Er folgt auf Hans van der Werf, der letztes Jahr aufgrund seiner Ernennung zum Generalsekretär der ZKR kurzfristig aus dem Präsidium ausschied.

Das VBW-Präsidium ist nach Proporz besetzt. Es ist vorgesehen, dass alle relevanten Gruppen darunter die Schifffahrt, Häfen, Industrie Verwaltung und Forschung im Präsidium vertreten sind. Zwei Präsidiumsmitglieder sollen aus anderen Binnenschifffahrtsländern stammen.

In den Beirat nachgewählt wurden die Herren

•    Dr. Markus Schmautz, RMD Wasserstraßen GmbH, München,
•    Roberto Spranzi, DTG eG, Duisburg,
•    Prof. Dr. Bettar Ould El Moctar, Institut für Schiffstechnik, Meerestechnik und Transportsysteme (ISMT) der Universität Duisburg-Essen, Duisburg.

Die Nachwahlen waren notwendig geworden, da die Herren

•    Alfred Baumeister, RMD Wasserstraßen GmbH, München,
•    Hans-Egon Schwarz, DTG eG, Duisburg,
•    Prof. Dr. Paul Engelkamp, DST e.V., Duisburg

im laufenden Geschäftsjahr ruhestandsbedingt aus dem Beirat ausgeschieden waren. In seiner Rede würdigte Präsident Heinz-Josef Joeris das langjährige Wirken der drei ehemaligen Beiratsmitglieder.

Neuer Vorsitzender des Beirates wurde Michael Heinz, Leiter der GDWS Außenstelle West in Münster, der den VBW- Fachausschuss „Binnenwasserstraßen und Häfen“ leitet. Als Beiratsvorsitzender ist Heinz geborenes Mitglied des VBW-Präsidiums. Prof. Dr. Christoph Heinzelmann, der dem Beirat seit 2008 vorgestanden hatte, gab den Beiratsvorsitz auf eigenen Wunsch ab, um sich innerhalb des VBW noch mehr auf seine Funktion als Vizepräsident fokussieren zu können.

Geschäftsführer Marcel Lohbeck präsentierte den Anwesenden vier neue korporative Mitglieder. Beginnend mit dem neuen Geschäftsjahr zum 01.01.2014 werden folgende Unternehmen Mitglieder des Vereins:

•    BP Europa SE, Bochum
•    Contargo GmbH & Co. KG, Mannheim
•    DeltaPort GmbH & Co. KG, Wesel
•    RheinCargo GmbH & Co. KG, Neuss

Damit verzeichnet der Verein seit Beginn der Wirtschaftskrise 2008 wieder einen Zuwachs institutioneller Mitglieder.

VBW-Bankett 2013: Hans Jürgen Kerkhoff, Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl setzt ein starkes Signal: „Die Binnenschifffahrt bleibt auch in Zukunft der wichtigste Transportpartner der Stahlindustrie“

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Die Stahlindustrie wird auch zukünftig in ihre Anlagen an den Wasserstraßen investieren: Der Anteil der Binnenschifffahrt am Transportaufkommen der Stahlindustrie wird voraussichtlich auf gleichem Niveau bleiben. Die Stahlindustrie fordert den Bund auf, erhebliche Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur zu tätigen.

Gute Nachrichten für die Binnenschifffahrt gab es auf dem diesjährigen Bankett des Vereins für europäische Binnenschiffahrt und Wasserstraßen am 14. November 2013 in Duisburg.

Der Verein hatte Hans Jürgen Kerkhoff, den Präsidenten der Wirtschaftsvereinigung Stahl eingeladen, um über die „Globalen Entwicklungen in der Stahlindustrie und ihre Auswirkungen auf die Logistik“ zu sprechen.

Im Haniel Museum, das als erster Sitz des Unternehmens ein Nukleus für die Industrialisierung an Rhein und Ruhr war, teilte VBW-Präsident Heinz-Josef Joeris dem Gast mit, dass die Schlagzeilen der jüngeren Vergangenheit über Produktionsverlagerungen, Stellenabbau, Überkapazitäten und die anhaltend schwache Nachfrage im Stahlsektor zur Verunsicherung der Akteure im System Schiff/Wasserstraße/Häfen geführt haben.

In einem starken, faktenreichen Vortrag schaffte es Kerkhoff, der Verunsi-cherung eine optimistische Perspektive gegenüberzustellen und ein starkes Signal in Richtung System Schiff/Wasserstraße/Häfen zu setzen.

Die Stahlindustrie ist weltweit weiterhin eine Wachstumsbranche. In den letzten 10 Jahren lag das durchschnittliche Wachstum des Sektors bei 6 Prozent. Wachstumstreiber sei weiterhin China. Aber auch in Europa gebe es ermutigende Anzeichen für eine Erholung. Dabei werde sich der Stahlmarkt in Deutschland mit +4 Prozent voraussichtlich am stärksten erholen. Auch für die Stahlverarbeiter, wie den Maschinenbau und die Automobilindustrie, sehe er Anzeichen für Verbesserungen, so Kerkhoff.

Sorgenkind sei aus seiner Sicht weiterhin die Bauindustrie, die immer noch unter der Finanzkrise und den großen Beständen unverkaufter Immobilien zu leiden habe.

„Die Binnenschifffahrt ist und bleibt ein zentraler Baustein der Logistik der Stahlindustrie in Deutschland. Ihre Bedeutung für diesen Sektor ist gewichtig, ihre Zuverlässigkeit ist hoch, die Unfallrisiken sind minimal und ihre Unternehmen sind bekannt für ihre Kundenorientierung und Flexibilität“, erklärte Kerkhoff. Er sehe gegenwärtig keine globalen Trends, die den Gesamtanteil der Binnenschifffahrt an der Stahllogistik, der sich seit 1967 zwischen 25-30 Prozent bewege, verändern könnten.

Im Gegenteil: Die Stahlindustrie werde auch in Zukunft in ihre Anlagen an den bundesdeutschen Wasserstraßen investieren.

Allerdings müsse sich die Binnenschifffahrt auf einige Trends einstellen, die sich aus der schwankenden Rohstahlproduktion ergeben, dazu gehöre insbesondere die Zunahme der konjunkturellen Volatilität des Marktes, aber auch eine Abnahme der Losgrößen.

Ein Megatrend sei die zunehmende Containerisierung. In einzelnen Unternehmen der Stahlindustrie werde bereits ein erheblicher Teil des Versandes über Container abgewickelt, da sich hierdurch Vorteile beim Seetransport ergeben.

Deutliche Worte fand der Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl zum schlechten Zustand der Wasserstraßeninfrastruktur in Deutschland. Es habe Zeiten in Deutschland gegeben, da seien gewaltige Infrastrukturprojekte wie der Dortmund-Ems-Kanal, der Nord-Ostsee-Kanal oder der Aus-bau der Mosel zur Großschifffahrtstraße in wenigen Jahren umgesetzt worden. In den vergangenen Jahrzehnten sei an der Infrastruktur in un-verantwortlicher Weise gespart worden.

Beispielswiese drohe der Schleusenausbau am Oder-Spree-Kanal /Teltowkanal, der für den Stahlstandort Eisenhüttenstadt von erheblicher Bedeutung sei, halbfertig zur Investitionsruine zu werden.

Nur unter dem Druck aller Wirtschaftspartner sowie der Politik in Südwestdeutschland sei es gelungen, einen Gesamtstopp des Schleusenausbaus an der Mosel zu verhindern und zumindest den Bau einer zweiten Schleuse in Trier zu bewirken.

Er hoffe, dass die Aufmerksamkeit, die das Thema Infrastruktur nach den schlagzeilenträchtigen Sperrungen von Bauwerken wie dem Nord-Ostsee-Kanal erhalten habe, nachhaltig sei. Die sogenannte „Daehre Kommission“ habe den Mehrbedarf für den Erhalt der Infrastruktur auf 7,2 Mrd. Euro beziffert. Aus- und Neubau seien in dieser Summe nicht berücksichtigt.

Die Wirtschaftsvereinigung Stahl fordere daher den Bund auf, die Investitionen in seine Verkehrswege auf 14 Mrd. Euro jährlich anzuheben und dauerhaft auf einem bedarfsgerechten Niveau zu halten. Eine sich möglicherweise anbahnende große Koalition habe die große Chance dazu, einen dauerhaften Politikwechsel in diesem Feld herbeizuführen.

Mit Blick auf die Koalitionsverhandlungen in Berlin mahnte Kerkhoff die Politik, bei der Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) und des Emissionshandels von weiteren Belastungen für die Industrie abzu-sehen. Ansonsten wäre dies ein erheblicher Schlag mit deutlichen Auswirkungen für die Investitionsperspektive am Standort Deutschland.

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25.11.2013 - Loh

 

VBW-Bankett am 14.11.2013

VBW-Bankett 2013: Globale Entwicklungen in der Stahlindustrie und ihre Auswirkungen auf die Logistik“ am 14.11.2013 um 19:00 Uhr  im Haniel Museum in Duisburg-Ruhrort

Die Stahlindustrie ist einer der wichtigsten Kunden für die Binnenschifffahrt und die Hafenwirtschaft. Veränderungen in diesem Kernmarkt haben daher unmittelbare Auswirkungen auf die Güterschifffahrt. Die Stahlhersteller stehen derzeit vor großen Herausforderungen: Die infolge der Eurokrise weiterhin unsichere konjunkturelle Lage, die rasanten Entwicklung der Energie- und Rohstoffpreise sowie die wirtschaftlich aufstrebenden Schwellenländer führen zu Strukturveränderungen in der Stahlbranche.

Daher freuen wir uns anlässlich unseres diesjähriges Banketts, Herrn Hans Jürgen Kerkhoff, Präsident und Hauptgeschäftsführer der Wirtschaftsvereinigung Stahl, als Gastredner begrüßen zu dürfen.

Er wird über die globalen Veränderungen in der Stahlindustrie sowie deren Auswirkungen auf die Logistik, insbesondere auf den Massenguttransport auf den Wasserstraßen sprechen.

Das Bankett wird im historischen Ambiente des Haniel-Speichers stattfinden.

Es wird ein Teilnehmerbeitrag in Höhe von 90,- Euro für VBW-Mitglieder und von 95,- Euro für Nichtmitglieder erhoben, vorherige Anmeldung ist notwendig. Bitte benutzen Sie hierzu das hier zum Download bereitgestellte Anmeldeformular.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Einladung oder in der Geschäftsstelle.

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