Verein für europäische Binnenschiffahrt und Wasserstraßen
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VBW: Nationales Hafenkonzept muss in der 17. Legislaturperiode fortwirken!

Das Bundeskabinett verabschiedete auf seiner Sitzung am 17. Juni 2009 das erste Nationale Hafenkonzept. Das Nationale Hafenkonzept ist ein Bestandteil des im Juni 2008 vom Kabinett beschlossenen Masterplans Güterverkehr und Logistik und formuliert die Strategie für die See- und Binnenhafenpolitik des Bundes.

Der Verein für europäische Binnenschiffahrt und Wasserstraßen e.V. begrüßt das Vorliegen eines solchen Instrumentes und die Formulierung eines mittelfristigen Handlungsrahmens. Aus Sicht des VBW besteht in einigen Punkten allerdings Konkretisierungs- und Ergänzungsbedarf.

Der VBW bemängelt das Fehlen eines europäischen Ansatzes.
Die Häfen der ARA-Range und der Rhein als größte Wasserstraße in
Mitteleuropa haben für die deutsche und die internationale Logistik eine
herausragende wirtschaftliche Bedeutung. Umso bedauerlicher ist es aus Sicht des Vereins, dass diese Tatsache im Nationalen Hafenkonzept nicht berücksichtigt wird.

Weiterer Nachbesserungsbedarf besteht hinsichtlich der Aussagen zur
Prioritätensetzung und Finanzierung bei der Verwirklichung von
Wasserstraßeninfrastrukturmaßnahmen, insbesondere jener mit Bedeutung für den Seehafen-Hinterlandverkehr.

Hier bedarf es belastbarer Zusagen des Bundes, da zu befürchten ist , dass die öffentlichen Mittel für den Verkehrsinfrastrukturausbau aufgrund der steigenden Staatsverschuldung nach Auslaufen der Konjunkturprogramme reduziert werden. Der VBW fordert daher, die Finanzmittel für die Substanzerhaltung und den Ausbau der Wasserstraßen auch langfristig zu garantieren und hierfür jährliche Investitionsmittel in Höhe von 1 Mrd. Euro bereitzustellen.

Die Bundesregierung hat in den Zielen der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie richtigerweise festgelegt, den Anteil der Binnenschifffahrt im Modal-Split bis 2015 auf 14 % erhöhen zu wollen.
Dies entspricht auch den zentralen Erkenntnissen des PLANCO-Gutachtens:
„Verkehrswirtschaftlicher Vergleich der Verkehrsträger Straße, Schiene, Wasserstraße“ von 2007, auf die der VBW an dieser Stelle nochmals nachdrücklich hinweist:
Das Gutachten legt signifikante Engpässe im Bereich des deutschen Autobahn und Schienennetzes offen. So ist bereits jetzt während 50% der Fahrtzeit ein störungsfreier Verkehr auf den für den LKW-Verkehr wichtigen Strecken, wie denen im Raum Hamburg-Bremen oder dem Ruhrgebiet unmöglich. Ähnliches gilt für das Bahnstreckennetz, wo viele Streckenabschnitte und Knotenpunkte, besonders im Fern- und Ballungsnetz an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen. Einzig die Binnenwasserstraßen verfügen über die notwendigen freien
Kapazitäten, um weitere erhebliche Transportmengen aufzunehmen und das prognostizierte Gütermengenwachstum zu bewältigen.

Zudem hat das unabhängige Gutachten, welches aus Mitteln des
Bundesministeriums für Verkehr finanziert wurde, deutlich herausgestellt, dass die externen Kosten des Binnenschiffsverkehrs deutlich unter denen von Bahn und Straße liegen und das Binnenschiff auch bei der Klimabilanz den Bug eindeutig vorne hat.

Der VBW fordert daher die Bundesregierung auf, entsprechende
Nachbesserungen vorzunehmen und appelliert das Ziel, die Bedeutung der Binnenschifffahrt als sicheren, ökologisch und ökonomisch nachhaltigen Verkehrsträger zu stärken, dauerhaft fortzuschreiben.

Für Rückfragen:
Marcel Lohbeck
Referent des Präsidium

Eine PDF-Version dieser Pressemitteilung finden Sie hier.
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12. Mannheimer Tagung für Binnenschiffahrtsrecht

In Zusammenarbeit mit der Gesellschaft zur Förderung des Binnenschiffahrtsrechts und dem VBW veranstaltet das Institut für Binnenschiffahrtsrecht an der Universität Mannheim am Freitag, dem 09. Oktober 2009 von 9.00  - 18.00 Uhr im Schloss Mannheim die 12. Mannheimer Tagung für Binnenschiffahrtsrecht.

Weitere Informationen und das Anmeldeformular als PDF.


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Diskussionsforum der Initiative Binnenschifffahrt und Logistik

Unter dem Titel
„Das Verkehrssystem Wasserstraße – Die Rettung vor dem Verkehrskollaps ?!“
veranstaltet die Initiative Binnenschifffahrt und Logistik am 14. Mai 2009 im Rahmen der Messe Transport Logistic 2009 ein Diskussionsforum.
Die Veranstaltung findet von 14:30-16:00 Uhr im Konferenzraum A41/42 der Messe München statt.
Weitere Informationen als PDF.
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VBW veröffentlicht Geschäftsbericht 2007-2008

Der Geschäftsbericht des VBW mit aktuellen Daten und Fakten zur Entwicklung des Systems Wasserstraße in Europa sowie detaillierten und informativen Berichten über die Aktivitäten des Vereins im vergangenen Geschäftsjahr und die fachlichen Arbeiten und Erkenntnisse unserer Fachausschüsse steht nun für Sie zum herunterladen bereit.

Unsere Mitglieder erhalten den Geschäftsbericht als Druckfassung in den kommenden Tagen per Post.

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Pressemitteilung Mitgliederversammlung 2008

Der Kurs stimmt!
Mitgliederversammlung in Dresden erteilt großes Lob für die erste Bilanz nach der Neuausrichtung des VBW

Viel Beifall gab es auf der diesjährigen Mitgliederversammlung des Vereins für europäische Binnenschiffahrt und Wasserstraßen e.V. am 24.10.2008 in Dresden für den ersten Geschäftsbericht des Vereins nach dem 2007 beschlossenen Zukunftsprogramm.

Im vergangenen Jahr hatte der Verein sich unter der Überschrift „VBW-Zukunftsperspektive 2010“ nach intensiven Beratungen im Präsidium eine weitreichende Neuausrichtung gegeben.

Wesentliche Teile dieses Maßnahmenpakets sind eine bessere Vernetzung der Aktivitäten der kompetent besetzten VBW-Fachausschüsse, eine bessere Präsenz bei Entscheidern in Politik, Verwaltung und der Wirtschaft, die Entwicklung neuer Produkte, verstärkte Mitgliederinformation und Kommunikation sowie eine verbesserte Öffentlichkeitsarbeit.

Die Botschaft, die VBW-Präsident Dr. Philippe Grulois den Vereinsmitgliedern in Dresden ein Jahr nach diesen Entscheidungen mitgeben konnte, war mehr als positiv:

Im vergangenen Jahr hat der VBW zahlreiche Aktivitäten zur Förderung des Systems Schiff / Wasserstraße / Hafen entfaltet. Dazu gehören u. a. die Bereitstellung von Handreichungen mit Informationen für Spediteure, Logistiker, Verlader und Parlamentarier über die Vorzüge und Leistungsmerkmale des Systems Wasserstraße.

Auch Informationsveranstaltungen wie die Fachtagung zum Thema „Container-Seehafen-Hinterlandverkehr“ in Bremen haben mit sehr positiver Resonanz stattgefunden.

Besonders erfreulich ist, dass die finanzielle Situation des Vereins mittlerweile auf einer tragfähigen und zukunftsorientierten Basis steht.

Der vom VBW initiierte und im Auftrag der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung durch die PLANCO Consulting GmbH erarbeitete Verkehrsträgervergleich Straße, Schiene, Wasserstraße hat wichtige neue Erkenntnisse und Zahlen geliefert, welche die wirtschaftlichen und ökologische Überlegenheit des Verkehrssystems Wasserstraße eindrucksvoll belegen.

Als besonders wichtigen Schritt sieht der Verein seine neue Rolle als Mitglied und Koordinator der Initiative Binnenschifffahrt und Logistik (InBiLo). Vizepräsident Hans-Joachim Welsch, der den VBW im Lenkungsgremium der InBiLo vertritt, erklärte hierzu: „Mit der Übernahme der Koordination der InBiLo durch den VBW haben wir ein neues Klima des Vertrauens und des gegenseitigen Verständnisses zwischen den Partnern innerhalb der Initiative (BÖB, BDB, DSLV) geschaffen. Mit der Wahl eines Sprechers und der Benennung eines neuen Koordinators ist die Initiative organisatorisch gut aufgestellt. Für das kommende Jahr ist eine ganze Reihe von Projekten geplant, welche die Förderung des Verkehrssystems und die Vernetzung seiner Akteure weiter vorantreiben werden. Der VBW setzt in der Ausübung der Koordination auf seine Alleinstellungsmerkmale Neutralität, Internationalität und Vertretung aller am System Wasserstraße Beteiligten.“
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